Vorsteuervergütung – Was ist das?

Jedes Land erhebt eine Mehrwertsteuer auf Waren und Dienstleistungen. Wenn grenzüberschreitende Geschäfte getätigt werden, kann eine ungerechtfertigte Besteuerung entstehen. Während im Inland ein Unternehmen die steuerrechtlich als Umsatzsteuer bezeichnete Abgabe durch den Vorsteuerabzug in Anrechnung bringt, ist das bei ausländischen Geschäftspartnern nur durch das Vorsteuervergütungsverfahren machbar. Für die Rückerstattung der entrichteten Steuer ist der jeweilige Staat zuständig.

Steuerberater kennt das Prinzip der durchlaufenden Steuer

Die Umsatzsteuer ist im Geschäftsbetrieb ein durchlaufender Posten. Der zu versteuernde Mehrwert kommt dem letzten Abnehmer der Handelskette zugute, sodass der Endverbraucher oder Nutzer die Umsatzsteuer bezahlt. In der Produktions- oder Dienstleistungskette davor werden erhaltene und zu zahlende Umsatzsteuerbeträge miteinander verrechnet und „weitergegeben“. Was sich im Einzelfall leicht anhört, kann bei mehreren Posten und unterschiedlichen Ländern unübersichtlich werden. Ein Steuerberater, am besten mit dem Außenwirtschaftsrecht vertraut, kann hier Fehler vermeiden. Anfragen an solche Steuerberater kann man hier stellen.

Der Steuerberater und das Bundeszentralamt für Steuern

Die Vorsteuervergütung enthält ein gesondertes rechtliches Risiko. Anders als bei anderen Steuerarten hinterzieht ein säumiger Zahler nicht nur Steuern, sondern begeht parallel den Straftatbestand der Veruntreuung. Das resultiert aus dem Verständnis des Steuerrechts, dass Unternehmer die Umsatzsteuer lediglich treuhänderisch im Auftrag des Staats vereinnahmen und weitergeben. In Deutschland kümmert sich das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) um die Vorsteuervergütung. Formale Dokumente existieren sowohl für EU-Staaten als auch für alle restlichen Staaten in der Welt, den sogenannten Drittländern. Das umfangreiche Formularwesen mit den Details und Voraussetzungen der Durchführungsverordnungen und Richtlinien kann der Steuerberater frist- und umfangsgerecht bewältigen.

Ein Steuerberater sorgt proaktiv für den Anspruch

Die rechtliche Grundlage und das Anspruchsrecht auf die Vorsteuervergütung basieren auf dem Prinzip der Holschuld. Eines hohes Maß an formalen Voraussetzungen muss gewährleistet werden, um den Anspruch geltend machen zu können. Faktoren wie Vorberechnungen, Belegformen und Übermittlungswege sind ausführungsrelevant und einem Steuerberaterbekannt. Schon das Versäumnis einer formalen Anforderung oder eine kurze Fristüberschreitung kann den Anspruch auf Vorsteuervergütung für ein ganzes Kalenderjahr außer Kraft setzen. Mindestbeträge und die Art der einzureichenden Belege stellen weitere Stolperfallen dar, die vom erfahrenen Steuerberater umgangen werden.

Übermittlungsregeln und formale Richtigkeit

Um in den Genuss der Vorsteuervergütung zu kommen, sollten bereits im Vorfeld getätigter Geschäfte über Rechnungslegung und notwendige formale Voraussetzungen Einkünfte eingeholt werden. Ein Steuerberater kann beispielsweise prüfen, welche Bescheinigungen der potenzielle Geschäftspartner bereitstellen muss. Zudem kann die formal korrekte Rechnungsstellung festgelegt werden, die zum Beispiel die Form des Umsatzsteuerausweises betrifft. Innerhalb der Europäischen Union sind Vorsteuervergütungen nur noch auf elektronischem Weg über das BZSt möglich. Der Steuerberater kennt die formaltechnischen Voraussetzungen, die ebenfalls über frist- und formgerechte Eingänge der Anträge entscheiden.

Bei der Vorsteuervergütung in Drittländer müssen deutsche Unternehmen direkte Beantragungen vornehmen, die sich von Land zu Land unterscheiden. Ein Steuerberater holt hier die notwendigen Erkundigungen ein und sorgt für den reibungslosen Ablauf der Antragstellung einschließlich Proklamation der abzugsfähigen Vorsteuervergütung.

My Google+ profile

andere Nutzer suchten nach:

  • mindestantragssumme vorsteuervergütung
  • vorsteuervergütung österreich monatlich
  • vorsteuervergütung spanien 2015
  • vorsteuervergütung uk
  • vorsteuervergütungsantrag was

Einen Kommentar hinterlassen

  

  

  

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Was ist eine Selbstanzeige im Steuerstrafrecht?

Jeder, der in seiner Steuererklärung Einkünfte, z.B. Kapitaleinkünfte, nicht erklärt, begeht eine Steuerhinterziehung. Die Abgabenordnung (AO) bietet eine Möglichkeit, trotz...

Schließen